IN MEMORIAM             H.W. SCHIMANKO                 1944 - 2005 

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Der Mann mit Glatzkopf und Schnauzbart
Schimankos Markenzeichen waren der polierte Glatzkopf und der markante Schnauzbart a la Kaiser Franz Josef. Berühmt wurde er als ungekrönter Nachtclub-König in Wien.
Die "Eden Bar" war sein Zuhause, ihm gehörte der Society-Treff Reiss-Bar genauso wie das Moulin Rouge, die Eden Bar und das über hundert Jahre alte Hotel Orient am Tiefen Graben.
Begonnen hat die Karriere in der Gastronomie 1971 mit dem Erwerb eines Lokals in Schwechat um 500.000 Schilling. "Mit Schulden", wie er in einem Interview mit dem "Standard" erst im vergangenen September sagte.
Immer trainiert
Schon damals war er ein "Bär", ein gestandenes Mannsbild. Trainiert habe er immer gerne, bereits als Teenager. Anfangs mit einer Stange aus Betonarmierungen mit zwei eingegossenen Betonkübeln, später im Fitnessstudio.
 

Geld als Karrieremotor
Aus seinem Karrieremotor machte Schimanko nie ein Hehl: "Geld." Ihm habe es "kein Papa gerichtet", er wollte nach dem Krieg und dem Leben in den Ruinen nur eines: Wohlstand.
Schuldenfrei sei er im Zuge der Erweiterung seines Lokal-Imperiums "mit 13 Jahren ohne Urlaub und 18 Stunden Arbeit täglich" geworden. Statussymbole wie ein Rolls-Royce inklusive.
1975 kaufte Schimanko die Eden Bar und erfüllte sich seinen Jugendtraum. Das erste Mal war er als 19-jähriger Bundesheersoldat in der Eden. Damals sparte er sich die Flasche Wein vom Mund ab.
Alle in der Eden willkommen
Schimanko veränderte die Philosophie teilweise: "Die Basis war zu klein. Man konnte nicht mehr nur von der Aristokratie und der Wirtschaft leben. Bei mir waren alle anständigen Leute willkommen."